Im Rahmen einer Projektwoche an der Kopernikusschule hatten Schüler*innen die Gelegenheit, die SHK Service gGmbH sowie den Verein Selbsthilfe Körperbehinderter Main-Kinzig e.V. zu besuchen. Ziel des Besuchs war es, den Jugendlichen einen realistischen Einblick in das Leben mit Beeinträchtigung zu geben – und vor allem zu vermitteln: Eine Beeinträchtigung bedeutet nicht Hilflosigkeit, sondern häufig nur, dass vieles im Alltag anstrengender ist – sei es die Fortbewegung in der Umgebung oder der Kontakt mit anderen Menschen.
Mit der freundlichen Unterstützung von Herrn Maas, der selbst betroffen ist, wurde das Thema für die Schüler*innen besonders greifbar. Herr Maas berichtete offen und eindrucksvoll aus seinem eigenen Leben. Dabei machte er deutlich, dass ein selbstbestimmtes Leben trotz Beeinträchtigung möglich ist: Er ist verheiratet, geht einem regulären Beruf nach und führt – wie Menschen ohne Beeinträchtigung – ein aktives Leben.
Herr Maas betonte dabei eindringlich, wie wichtig barrierefreies Wohnen für das Selbstbewusstsein und den persönlichen Lebensweg ist. Denn erst durch barrierefreie Wohnräume und ein zugängliches Umfeld entsteht die echte Möglichkeit, gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben und am Arbeitsleben teilzuhaben.
Ein besonderes Highlight für die Jugendlichen war der praktische Teil: Sie konnten selbst ausprobieren, wie es sich anfühlt, sich mit Einschränkungen durch Erlensee zu bewegen. Dabei wurde schnell klar, wie viele Hürden im Alltag entstehen können – aber auch, wie unbeschwert und selbstverständlich der Zugang zu barrierefreien Wohnungen und Orten sein kann, wenn entsprechende Voraussetzungen geschaffen wurden.
Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Maas sowie allen Beteiligten für die Unterstützung und diesen wertvollen Beitrag zur Sensibilisierung und Aufklärung.
Folgender Link verweist auf einen Zeitungsartikel in der Gelnhäusener Zeitung:
Inklusion erleben: Projektwoche an der Kopernikusschule Freigericht